Auf gings! Nachdem die KENTON mit neuem Ritzelsatz, Kette, Hinterradreifen sowie Inspektion mit Ölwechsel vorbereitet wurde (65 Euro incl. 2 Monteurstunden durch Elias), wartete das nächste Abenteuer.
Erneut eine ganze Zeit ohne Internet und Handyempfang auf entlegenen Pfaden in der Wildnis.
Erneut eine ganze Zeit ohne Internet und Handyempfang auf entlegenen Pfaden in der Wildnis.
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| Motorrad Wiens, Filadelfa. |
Diese Reise brachte uns zunächst in den nördlichen Chaco. Genauer gesagt an den nordwestlichen Zipfel Paraguays nahe der Grenze mit Bolivien.
Als Zwischenetappe in der kleinen, langweiligen Garnisonsstadt Mariscal Estigarribia angekommen, konnten wir für den Chaco ungewöhlicher Weise zwischen sage und schreibe 4 Tankstellen wählen, wo wir volltanken und ein paar Liter Ersatzsprit mitnehmen wollen.
Die nächste Station war die auf vielen Karten nicht verzeichnete kleine Ansiedlung "La Patria" ("Die Heimat"), einige Fahrstunden nordwestlich von Mariscal an der Ruta 9 Richtung Bolivien gelegen. Die Ortschaft war jedoch lediglich Heimat von ein paar um eine T-Kreuzung gegliederte Häuser. Namentlich 2 Lebensmittellädchen, 2 einfache Restaurants, so genannte Comedores, in denen es relativ schlimmes Essen gibt (wir haben in beiden Milanesas gegessen), 1 Polizeistation, Werkstätten sowie - und das war das ausgewiesene Objekt der Begierde: 1 Tankstelle! Die einzige im Umkreis von mindestens 120 km.
Geradeaus geht es ab La Patria für Kraftfahrer mit Lkw oder 4x4 Pickup auf der Sandweg-Ruta 9 weiter Richtung bolivianische Grenze. Oder man biegt links ab, dann sind es noch 114 km, ebenfalls nach Bolivien. Auf an dieser Stelle makellosem Asphalt.
Jedenfalls, am Freitag Mittag dort an der Tankstelle von La Patria angekommen, hieß es, momentan gäbe es kein Benzin, da der Strom ausgefallen sei.
Na gut, dann gehen wir solang gegenüber ein billiges Milanesa (paniertes Kuhschnitzel) essen. Dort hieß es dann tatsächlich irgendwann, dass der Strom wieder da sei. Also schnell rauf aufs Moped und rüber zur Tanke. Nun war zwar der Strom wieder da, mir aber wurde offenbart, dass der Sprit leider alle sei und man derzeit kein Benzin zu verkaufen habe. Man warte auf den Tankwagen.
Alsdann, "Lebbe geht weider", wir wollten sowieso in der Nähe bleiben, der Sabbat war nahe. Bloß, warum hat man das denn nicht gleich gesagt? Paraguay, lautet die sympathische Antwort, die ich mir selbst gebe. Tranquilo!
Also im nächsten Schritt weiter zur Unterkunftssuche am Freitag Abend. Ein paar Kilometer außerhalb La Patrias wurden wir fündig. Ein offensichtlich vor längerem aufgegebener Korall wurde unser Lager für die nächsten beiden Nächte.
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| Nachtlager wird aufgeschlagen und Kaffee ist in der Mache. |
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| Beinahe Vollmondnacht. |
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| Abendstimmung von Cindy eingefangen. |
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| Das Lager am Morgen |
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| Cindy bei der morgendlichen Bibellese am folgenden Tag, dem Sabbat. Im Hintergrund mein Hängemattenzelt vor dem Speisesaal. |
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| Blick aus dem Speisesaal. |
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| Auch hier sehr friedliche Koexistenz. Halbe Rost-Tonne und altes Bretterkreuz herbeigeschafft und schon war das Esszimmer fertig eingerichtet. |
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| Gaucho Geo beim Zählen der nicht mehr vorhandenen Rinder. |
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| Wir waren die ersten Gäste seit langem auf dem aufgegebenen Stück Land. |
Mich dünkte, ich kenne den Ort. Tatsächlich! Hier ist die exakte Örtlichkeit. Einschließlich des charakteristischen Quietschens und Minus des Revolvers, aber sonst stimmt die Szene aus "Spiel mir das Lied vom Tod".
| Eingangsszene des genannten Films. |
Selbst der Tor-Galgen, ähnlich dem, unter dem der junge Charles Bronson mit der Mundharmonika stand, ist vorhanden. Perfekte Szenerie.
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| Galgen, ehemals für die Tierschlachtung. |
Des leicht gespenstischen Grundeindrucks zum Trotz, war das ein perfekter Ort der Ruhe. An der Ruta 9, noch in Hörweite gelegen, wurden etwa 4 Fahrzeuge pro Stunde ermittelt. Zumeist vermutlich Lkw mit Gütern von und nach Bolivien.
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| Ruhe gab es auch für die Kenton. Darniederliegend und mit Gras als Sichtschutz bedeckt. |
Am Sonntagmorgen ging es zunächst weiter zum 40.000 Hektar kleinen Nationalpark "Parque Nacional Teniente Enciso", 20 km hinter La Patria an einem der obligatorisch garstigen Sandwege gelegen.
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| Netter Eingangsbereich. Tore wurden eigens für uns geöffnet. |
Der Grund, weshalb die ehemalige Militärbasis mitten im Nichts als "Besucherzentrum" einen so ansprechenden Zustand aufweist, besteht darin, dass die allgegenwärtige Europäische Union entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt hat.
Im Nationalpark, der einen 2 Kilometer langen Pfad eingerichtet hatte, sahen wir in verdichteter Form die Chaco-typische Flora und Fauna. Beispielsweise beobachteten wir sehr lange einen Tapir der 200-kg-Klasse beim Baden.
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| Tapir beim Baden |
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| Riesenvieh! |
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| Wanderpfad. Gürteltiere & Co. laufen herum. |
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| ...und zwei Europäer |
Nach Besuch des Parks (wir waren erwartungsgemäß die einzigen Gäste in der Einöde), ging es wieder zurück nach La Patria zum Tanken und dann weiter Richtung Bundesland "Alto Paraguay" sowie zum größten Nationalpark Paraguays, dem 780.000 Hektar großen "Defensores del Chaco" mit dem Gebirgsensemble "Cerro León". Dieser ist Heim der meisten paraguayischen Tierarten sowie unkontaktierter Indianer von Stamm der Ayoreo. Siehe zusätzlich auch hier.
Doch zunächst hieß es für uns ja tanken in La Patria. Kaum hatten wir die einzige Tankstelle erreicht, erfolgte sogleich die Schreckensmeldung: kein Tankwagen sei gekommen. Ergo: kein Benzin zu verkaufen. Morgen soll er kommen. Vielleicht. Oje. Zuviel tranquilidad in La Patria.
Immerhin verwies man uns an einen Konkurrenten, gleich nebenan gelegen, der Benzin für Schlappe 40% Aufpreis von privat aus der Tonne verkauft.
Und ein Milanesa mit Brot sowie eine Zahnbürste für 80ct. aus dem ansprechenden Laden-Sortiment.
Und ein Milanesa mit Brot sowie eine Zahnbürste für 80ct. aus dem ansprechenden Laden-Sortiment.
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| Typische "Despensa". Artikel des täglichen Bedarfs. Benzin, Zahnbürsten, Dosenfleisch, Schnaps und Spülmittel. |
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| Cleverer Geschäftsmann. |
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| Benzinlicher Flaschenverkauf direkt neben der Tankstelle. |
Wir wurden immerhin dennoch Kunden der zuvor erwähnten privat geführten, benzinlosen Tankstelle durch Erwerb von 1 kg Mehl, 4 strohig-trockenen Apfelsinen sowie 1 Liter Cola zur ausnahmsweisen Behebung einer Magenverstimmung vom morgendlichen Frühstück (Milanesa mit Reis und Spiegelei gepaart mit dem ekligsten Kaffee aller Zeiten). Schwamm bzw. Cola drüber.
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| Kaffee mit Würge-Merkmalen. Weniger als lauwarm und mit zähem, rahmartig-schleimigen Topping. In jedem anderen Land würden Kunden einen Schreianfall bekommen. |
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| Das Frühstück war halbwegs genießbar. 08.00 Uhr für paniertes Schnitzel mit Reis ist hingegen nicht jedermanns Sache. Ich habe mich halbwegs daran gewöhnt. Man muss nehmen, was es gibt. |
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| Alles ist besser, als wieder dieses grauenhafte pürierte brasilianische Rindfleisch aus der Dose. Das rührt in Deutschland garantiert keine Hauskatze an! |
Der gewitzte Benzinverkäufer (4,5 Liter Reserve für gut 150 Extrakilometer) bestätigte, was es in der Gegend zu sehen gäbe: "Nada! Nada! Nada!" In einer herzerschütternden Intonation vorgebracht, konnte man Mitleid mit ihm und sich selbst bekommen, so wie er dieses "Nichts" sprachlich in Szene setzte.
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| Doch immerhin sahen wir viele seltene Tiere. Zum Beispiel diese Boa Constrictor, die sich mit oberarmdickem Leib vor uns über die Straße in Zeitlupe in den Busch schlängelte. |
Wieder gab es ewig lang kein Fahrzeug und keinen Menschen zu sehen. Außer irgendwann am frühen Abend einem Herrn, der ein mächtiges Gatter mit enormem Vorhängeschloss für die Nutzung des Weges öffnet und schließt. Wegegebühr für Lkw 15 Euro hin- und zurück und Pickups 5 Euro. Motos frei.
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| Torwart in der Einsamkeit mit 2 struppigen Hunden und fingerdicken Kettengliedern lebend. |
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| Andernnachts musste ich mein Hängemattenzelt an Zaunpfosten aufhängen. Keine gescheiten Bäume in passendem Abstand vorhanden. |
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| Abendstimmung auf dem einsamen Estanciagelände |
Diese Größenordnungen der weiten Estancias und den Einsamkeitsfaktor im nördlichen Chaco hatte ich schon vor längerer Zeit mal betrachtet. Die Estancias sind sooo riesig. Ohne Dörfer oder Ansiedlungen dazwischen. Höchstens mal einen alten kargen Militärstützpunkt (sog. Fortin) aus Chaco-Kriegstagen vor 85 Jahren übrig geblieben und mit weniger als einer Handvoll Hanseln besetzt.
Weil es eben, wie in anderem Blogpost dargestellt, in dieser Savannenlandschaft weniger Menschen, als in Alaska und 15-mal weniger, als in Sibirien gibt. Im Bundesland "Alto Paraguay" kostet der Hektar Land folgerichtig bloß 250 Euro. Quasi ein Schnäppchen. Aber die Grundstücke fallen halt tendenziell eher üppig dimensioniert aus. Diese Anzeige beispielsweise bietet eine Ranch mit umgerechnet 400 Quadratkilometern Grundstücksfläche an. Da hätten die Kinder halt auch endlich ausreichend Platz zum Spielen. "Schatz, vergiss morgen nicht, das Gras zu mähen!"
Weil es eben, wie in anderem Blogpost dargestellt, in dieser Savannenlandschaft weniger Menschen, als in Alaska und 15-mal weniger, als in Sibirien gibt. Im Bundesland "Alto Paraguay" kostet der Hektar Land folgerichtig bloß 250 Euro. Quasi ein Schnäppchen. Aber die Grundstücke fallen halt tendenziell eher üppig dimensioniert aus. Diese Anzeige beispielsweise bietet eine Ranch mit umgerechnet 400 Quadratkilometern Grundstücksfläche an. Da hätten die Kinder halt auch endlich ausreichend Platz zum Spielen. "Schatz, vergiss morgen nicht, das Gras zu mähen!"

Wer meint, ich hätte aus Angeberei eine XXL Ranch rausgepickt, der irrt. An diesem nachstehend feilgebotenen Grundstück, das auch noch Platz für sehr freilaufende Hühner bietet, kann ich mir kaum ausmalen, was das Material für die Einzäunung kostet. Bei einer Größe von 79.000 Hektar bzw. 790 Quadratkilometern!

Ich bin an dem Immobilienkauf nicht interessiert, ist aber trotzdem interessant. Die zum Verkauf angebotene 90 x 90 km-Estancia hat etwa die Ausdehnung der Strecke zwischen Darmstadt bis hinter Gießen. Immer am selben Rinderzaun entlang.
Etwa von dieser Größenordnung reden wir:

Etwa von dieser Größenordnung reden wir:

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Stunden um Stunden fuhren wir also dahin. Manchmal gab es ebendiese Stunden kein einziges Fahrzeug zu sehen. Schon gar keine Motorräder oder Mopeds. Auf Nachfrage an einem Militärstützpunkt namens Teniente Pico wurde klar, warum uns schon lange keine "Motos" mehr begegnen. Weil auf den großen Estancias alles mit Diesel läuft. Traktor, Bulldozer, Pickup. Keiner braucht hier Benzin. Außer mir.
Die nächste Tankstelle sei in Mariscal Estigarribia, 120 km von hier entfernt sagte mir der Leiter des Außenpostens "Pico JWD Nirgendwo" (sitzend). Oh nein, da waren wir vor ein paar Tagen schon einmal! Der Ort mit den 4 Tankstellen zum Auswählen.
Die Weiterfahrt auf der Strecke, die wir eigentlich fahren wollen, hat die nächste Tankstelle in ungefähr 220 Kilometern ausgewiesen. Das hätten wir vielleicht geschafft. Aber eben nur vielleicht. Zu riskant! Zähne zusammenbeißen und mit denselben knirschend, den geordneten Rückzug einläuten.
Ich weise den geneigten Leser, der meint, man müsse halt von vornherein mehr Benzin mitnehmen, darauf hin, dass ich nur begrenzte Ladekapazität habe. Ich brauche Extra-Sprit, viel Wasser, Zelt, Hängematte, Schlafsäcke, Kochgeschirr, Konserven, Werkzeug, Akkupacks. Also viel schweres Zeugs. Da bin ich mit einem Kleinmotorrad schlichtweg begrenzt, auch wenn diesmal keine Gitarre im Gepäck war.
Was will man machen. So fuhr ich also zum ersten mal in meinem Leben 120 km zum Tanken (für lächerliche 8 Liter) und die gleiche Strecke wieder zurück. Bravo. Auf absolut desolater Straße. Staubhölle auch ohne Fahrzeuge. Kam dann mal ein Viehtransporter, war die Staubentwicklung so enorm, mir fehlen die Worte. Sicht Null Meter!
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| 4 Stunden lang staubigen Gegenwind. |
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| Staub, Staub, Staub! Pulver, kein Sand. |
Das ganz offensichtlich Einzige, was da als Abwechslung bleibt, ist, sich gegenseitig Schlangen zuzuwerfen.
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| Fang' die Schlang' (Während der Aufnahme dieses Fotos wurden keine lebenden Tiere verletzt oder getötet!) |
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| Wenigstens gab es in Mariscal vor dem Rückweg zum Armeeaußenposten Pico ein leckeres Eis - und Ausruhen auf Bierpaletten im Supermarkt. |
Und wieder ging es ohne viel Tamtam zurück zu den Soldaten Richtung Teniente Pico. Fünf Stunden einfache Fahrt, drei davon in Vollmond-Dunkelheit.
Dazwischen Übernachtung in Straßennähe. Undokumentierter Sturz mit Moped im Feinstaub inclusive.
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| Trotzdem, nach Verarzten und Verbinden der Wunden, recht idyllisch. Offenes Feuer verhilft immer zur Gemütlichkeit. |
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| Un-idyllisch: Gar keine geeigneten Bäume mehr. Jetzt also Strauch und Hinterrad für die Hängematte in Gebrauch. |
Am nächsten Mittag waren wir wieder bei den 3 Soldaten vom Pico. Erneutes Auffüllen von Wasser. Wir hatten jetzt ungefähr 10 Stunden Extra-Fahrt für den Nettogewinn von etwa 3 Litern Sprit gegenüber dem Vortag bewältigt. Bilanz: Nicht effizient, aber effektiv! Naja.
Cerro León (span.) hieß das letzte Micro-Abenteuer. Über einen erneut abgelegenen Armee-Außenposten "Fortin 4 de Mayo" ging es die letzten 65 Kilometer zum Eingang des Nationalparks.
Die Nachtlager bestehend aus Zeit und Hängematte aufgebaut und Cindys frisch auf Holzkohle und Asche gebackenen indischen Chapatis genossen.
Die Nachtlager bestehend aus Zeit und Hängematte aufgebaut und Cindys frisch auf Holzkohle und Asche gebackenen indischen Chapatis genossen.
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| Cindys Zelt links, meines rechts. Am Fuße des Cerro Leon. |
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| Chapati-Bäckerin |
Am nächsten Morgen machte ich mich allein um 6.55 Uhr auf einen der Trails, von dem ich vermutete, dass er zum Berggipfel führt und von dem man aus dem Nationalpark übersehen kann. 2 Stunden später hatte ich den Aufstieg nicht gefunden, war aber um einige Erfahrungen reicher. Man muss nämlich absolut aufpassen, sich nicht zu verlaufen. Es ist in höchstem Maße gefährlich, ohne ausreichend Wasser und Wegemarkierungsmaterial ála Hänsel und Gretel los zu laufen. Ohne die App "Sports Tracker", wäre mir das Auffinden des Base Camps schon sehr schwer gefallen. Selbst mit der Android-App war es nicht leicht.
Alles sieht gleich aus!
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| Dichtes Dickicht |
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| Ausgetrocknetes Flussbett. |
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| Durchaus etwas ermattet nach der Tour. Zugegeben. |
Leider ging hier vor 3 Wochen der allein reisende 62-jährige österreichische Gebirgs- und Höhlenretter Willy Wagnegg verloren. Siehe hier auf deutsch: Wochenblatt oder hier: Wochenblatt.
Nach meiner Rückkehr bereitete Cindy Frühstück vor und es tauchte Silvino Gonzales, 65, seit 40 Jahren Parkranger an diesem Ort mit seinem jungen Gehilfen auf. Er hielt, wie üblich, vom Berggipfel aus Ausschau nach Rauch im Urwald und damit nach einem Lebenszeichen des verschollenen Österreichers. Silvino ist im 70 Kilometer entfernten Madrejon stationiert. Von ihm lernten wir per Schnellkursus interessante Dinge und verabredeten uns für den Abend.
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| Parkranger Silvino Gonzales. |
Zum Beispiel lernten wir, dass die kleine Bienenart, die uns massenweise im Park unablässig quälte, deshalb so penetrant in die Haare und auf die Haut geht, weil sie in der trockenen Jahreszeit nach der Körperfeuchtigkeit trachten. Die Bienen waren dann auch der Grund, weshalb wir wenige Stunden später das Gelände fluchtartig verlassen hatten, nachdem sie uns das Frühstück vermiesten.
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| Diese Bienen sind bloß auf einem Foto schön! |
Weiter lernten wir den richtigen Weg des Aufstiegs zum Berg, den ich dann wiederum alleine absolvierte.
Silvano zeigte, wo der vermisste Österreicher Willy Wagnegg sein Expeditionsfahrzeug stehen hatte und dass er es für absolut unwahrscheinlich hält, dass ihn z.B. ein Jaguar gerissen hat. Jaguare hätten ausreichend Futter im Nationalpark.
Die wilden Ayoreo-Indianer seien viel eher der wahrscheinliche Grund für das spurlose Verschwinden Willys. Die Ayoreos würden auch Menschenfleisch essen. Das erkläre, dass weder Rucksack, Schuhe oder Kleidung gefunden wurden.
Unfasslich fand ich die Aussage, dass diese Menschen nackt, d.h. bis auf die Genitalien unbekleidet, als Nomaden durch den dornigen Urwald bis nach Bolivien ziehen. Der Chaco-Urwald ist völlig unromantische Herberge der unangenehmsten Stachel- und Dornengewächse dieses gesamten Erdkreises. Zum Thema Essverhalten der Ayoreos ist noch zu sagen, dass sie Schildkröten lebendig grillen, indem sie den Panzer des Tieres quasi als Pfanne nutzen. Unangenehmer Gedanke.
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| Ayoreos haben wir keine getroffen, nur ein paar seltene Exemplare vom Stamm der Dummbatze. |
Kurze Videos vom Aufstieg (Ausschnitte). Die Aufnahmen täuschen, es ist wirklich steil!
Die Aufnahmen stammen von meinem Cubot-Chinahandy.
Auf dem Cerro Léon hatte ich dann eine schöne Aussicht über Teile des Nationalparks. Soweit das Auge reicht, kein Antennenmast, keine Straße. Nichts, als für den zivilisierten Menschen undurchdringlichen, dornig-lebensfeindlichen Urwald. Beeindruckend. Ich musste viel an den mir unbekannten Willy denken (er legte auch vor ein paar Wochen auf Iparoma Zwischenstation ein, bevor er weiter zum Cerro Léon fuhr) und an die Mennoniten, die erst vor rund 70 Jahren begannen, einen Lebensraum für sich im Chaco zu schaffen.
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| Aussicht vom Cerro Leon auf den Urwald |
Hier schöne, professionelle Überflugsaufnahmen (5 Minuten)
Später, am frühen Abend des gleichen Tages, 70 km weiter in Madrejon, Silvinos Dienstort (wie üblich eine ehemalige Militäranlage), befand sich außerhalb des Komplexes noch ein Doppel-Haus. Nämlich das des 60 Jahre alten Carlos, der hier allein mit seiner Katze lebt und bei dem des heißersehnte Kaltgetränke zu kaufen gab.
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| Anwesen von Carlos und Katze. |
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| Kalte Getränke. Welch ein Segen. |
Carlos fragten wir, weshalb Leute wie er, die, ohne Gemüse und Obst zu essen, so gesund erscheinen. Antwort war, das man die wilden Chaco-Tiere komplett esse, also mit Blut und allem. Würg.
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| Manch wundersames Gespann passierte Carlos` Haus am Verkehrsknotenpunkt Medrajon. |
Carlos hatte nach einem Unfall ein ihn sehr schmerzendes Bein. Nachdem ich ihm Gebet angeboten und er das Angebot angenommen hatte, stellte sich eine deutliche Schmerzlinderung bei ihm ein. Das hat mich sehr gefreut und zwar auch für Cindy, weil zu erkennen ist, dass es nicht um tote Religion geht, sondern um Yeshua (Jesus), den lebendigen Gott.
Erst später stellte ich fest, dass Carlos, wie er sagt, täglicher Bibelleser ist. Sein nächster Glaubensbruder wohnt im 38 Kilometer entfernten winzigen Militärsitz Fortin Martinez.
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| Genesis 21 lesender Carlos |
Später trafen wir den Chef-Park-Ranger Silvino in legerer Kleidung an seinem Dienstort Madrejon an.
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| Eingangsbereich der Parkverwaltung |
Wir konnten Zelt und Hängematte auf dem Gelände aufschlagen und eine Dusche nehmen. Uralte Armeedusche ohne gleichstrahlverteilenden Hansgrohe Brausekopf, aber dennoch eine himmlische Erfahrung, nach einer Weile wieder eine Ganzkörperreinigung erleben zu können.
Eigentlich hätten wir auch kostenlos im Gebäude übernachten dürfen, doch die polizeiliche Suchmannschaft nach besagtem Österreicher Willy belegte zu recht sämtliche Betten und sonst vorhandene Matratzen.
Immerhin, wir wurden von Silvino zum "Asado", dem paraguayischen Grillen eingeladen.
Wir hatten eine gute Zeit mit ihm, den beiden Tierärzten Mercedes und Carlos aus Asunción sowie Silvinos Chef Christian aus Asunción, der für den gesamten Tourismusbereich der Nationalparks des Landes zuständig ist und sich auf Inspektionsreise befindet.
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| Mercedes, Carlos, wir, Christian, Silvino |
Mercedes ist die erste Vegetarierin, der ich in Paraguay begegnet bin. Wohnt, wie gesagt in der Hauptstadt. Im Chaco, wo Fleisch oft Hauptspeise und Beilage gleichermaßen darstellt, weil Gemüse kaum zu bekommen ist, würde ihr das durchzuhalten, sehr schwerfallen.
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| Abschiedsfoto mit Hausherr Silvino (65), Sohn Tobias (2), Gattin Violeta (25) sowie Umwelt-Ingenieurin Joanna. |
In der Nacht vor unserer geplanten Reise zurück nach Iparoma regnete es. Das hieß automatisch, dass die einzige Straße nicht passierbar ist. Wir warteten bis 11 Uhr und fuhren dann los. Erstes Nahziel war die Tankstelle der Estancia "La Paz" in 50 Kilometer Entfernung. Diese war dann auch die einige Tankstelle auf den 211 Kilometern bis Filafelfia. Die sollte besser offen sein und auch Sprit im Angebot haben.
Die Fahrt war von Anfang an eine arge Quälerei, wie schon oft. Aus Gründen der Gewichtsersparnis von 53,4 kg auf der Sitzbank ist Cindy oft lange Passagen im Lehm-Schlamm gegangen, während ich mit den Fingern, einem Holzstock oder später mit einem Suppenlöffel den hartnäckig-zähen Lehm zwischen Hinterrad und Rahmen entfernt habe. Der Lehm wirkt wie ein Bremsbacken zwischen Rad und Rahmen und macht die Weiterfahrt unmöglich. Bereits wenige Meter Schleichfahrt mit 2 km/h pro Stunde und dann das gleiche Spiel wieder. Immer in der Hoffnung, dass das lehmige Straßenstück endet und ein Abschnitt mit Sandboden kommt. Deshalb immer die bange Frage an sie bereits liegen gebliebenen Lkw-Fahrer, wie lange noch Lehm, bevor endlich "arena" als Straßenbelag zu erwarten sei. Nach 5 km war es dann geschafft und wir erreichten über saugfähigerem Straßenbelag nach Stunden die 50 Kilometer entfernte Tankstelle der Estancia "La Paz".
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| Sevicefreie Tankstelle. Erstmal. |
Siehe da - der Tankwart war nicht da. Sprit war nun zwar theoretisch vorhanden, aber kein Tankwart. Der war jagen. Der Tankwart.
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| Warten auf den Tankwart. Immerhin in ungewöhnlich schönem Ambiente bei Kaffee. |
Immerhin gab es Kaffee, was zu essen und einen lehmfreien Sitzplatz. Strom war ausgefallen und als der irgendwann zurück kam, sah ich mit Schrecken die Wettervorhersage im TV des saloonartigen Gastraumes. 3 volle Tage Regen. Das hieße mit Zelt und Hängematte irgendwo am Straßenrand im Matsch die Tage verbringen. Versuchen, Feuer mir nassem Holz zu machen. Kein schöner Gedanke. Ein Hotel mit flauschigen Federn, das eine DKB-Visakarte akzeptieren würde war natürlich nur ein Wunschtraum.
Die Zeit verging und der Tankwart kam mit Gewehr um die Schultern zur Tankstelle gelaufen. Ich habe den Kaffee Kaffee sein lassen und erstmal getankt. Was man hat, hat man. Das gab etwas Beruhigung, aber just in dem Moment, da sich Beruhigung wegen des vollen Tanks einstellen wollte, ging ein Gewitterregen hernieder. Das schien das Ende aller weiteren Reisebemühungen zu sein.
Die Zeit verging und der Tankwart kam mit Gewehr um die Schultern zur Tankstelle gelaufen. Ich habe den Kaffee Kaffee sein lassen und erstmal getankt. Was man hat, hat man. Das gab etwas Beruhigung, aber just in dem Moment, da sich Beruhigung wegen des vollen Tanks einstellen wollte, ging ein Gewitterregen hernieder. Das schien das Ende aller weiteren Reisebemühungen zu sein.
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| Unterstand an der Tankstelle "Estancia La Paz" |
Nach einer Weile ging ich zu den ungefähr 8 Lkw-Fahrern, die vor der Tankstelle zusammen gekommen waren, um sprichwörtlich auf besseres Wetter zu warten und erkundigte mich nach den Aussichten für eine gelingende Weiterfahrt. Aus einem bunten Antworten-Mix aus "geht nicht", "vielleicht", "geht", suchte ich mir die für mich passende heraus, nämlich: "mit dem Motorrad könnte es klappen".
Gesagt getan und die Quälerei nahm ihren Fortgang. Lehm entfernen, 50 Meter weiter Lehm entfernen. 70 Meter weiter ... Lehm entfernen usw. usw. You get the picture. Aber, Bilder sprechen bekanntlich mehr als 1000 Worte:
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| Hinteres Kettenrad |
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| Öko-Lehmbremse in Aktion. |
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| Hinterrad |
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| Vorderrad |
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| Vorderrad |
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| Vorderes Kettenritzel als Lehmwurst-Produzent. |
Kettenöl hatte ich zwar noch dabei, aber dessen Anwendung erschien mir wenig gewinnbringend. Nach einigen Stunden Sisyphus-Arbeit schwanden Geduld und Hoffnung im Synchrontakt,
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| Stete Geduldsübung: Zähen Lehm mit sich leicht verbiegenden Suppenlöffeln entfernen. |
Doch es war kein Ende des Lehmbelags in Sicht. Überall standen Lkw auf der Straße. Die haben immer als erstes Fahrtende. Dann die Motorräder/Mopeds und dann erst ganz am Ende trifft es die Allrad-Pickups. Die schlingern allerdings noch ihre Bahn durch Matsch und Lehm, wenn sonst keiner mehr nur einen Millimeter fährt.
| Ein moderner Allrad-Pickup... und der Chaco wird zum ganz großen Spielplatz! |
Unsere Idee und Chance! Per Anhalter auf dem Pickup-Truck. Gesagt getan, Albino Torres, leitender Estancia-Mitarbeiter auf dem Weg nach Filadelfia, war die Rettung.
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| Albino Torres (lks) mit einem weiteren Helfer, einem netten; barfüßigen Traktortransporteur, den wir zuvor auf der Strecke getroffen hatten. |
Im Chaco fühlt sich alles wie eine große Familie an. Jeder hilft jedem auf der Straße und keiner hat Angst, sich das Hemd für einen anderen schmutzig zu machen. Man weiß, man könnte morgen der Nächste sein. Außerdem ist es auch so, dass sich die übersichtliche Anzahl der Fahrer und Estancia-Leute der Region untereinander kennen. Selbst ich habe mich sehr herzlich mit einem am Anfang meiner Strecke liegengebliebenen Pferde-Lkw-Fahrer, der mir seinen Kochlöffel zum Lehm beseitigen ausgeliehen hatte begrüßt, als wir ihn mit dem Pickup später überholt hatten. Und mit einem im obigen Foto gezeigten Transporteur eines maroden Traktors, der für uns einen Anruf tätigte.
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| Jeder hilft jedem und auch unser Pickup Fahrer Albino Torres hatte einen Fahrzeugschaden und brauchte Unterstützung. |
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| Etwas, was wie eine kleine Kardanwelle aussieht, aber keine ist, hatte sich komplett gelöst... |
Die Straße sieht eigentlich nicht so schlecht aus; dennoch, der Eindruck täuscht. Rien ne va plus! Es fahren nur noch ein paar Allradler.
Stundenlange Fahrt auf der Ladefläche bei Wind und dem Versuch das Motorrad festzuhalten, war kein Riesenspaß.
Mit der Dunkelheit setzte die Kälte ein. Etwa 7 Grad. Brrrr! |
Am Ende kamen wir pünktlich zum Shabbat auf Iparoma an. Alles war gut gegangen.
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| Am heutigen Samstag, wieder mit Familie Müller auf Iparoma. |

















































































Geo, this was a very adventurous trip. The third day, when we did not have many kilometers yet, I'd called it 'an uneventful micro adventure', but that changed quite quickly! I think it doesn't matter what we do in the Chaco, it's hardship no matter what. Rain means mud and dryness means polvo and we'll fall. Do I need to tell you how much I think it's a sort of wonder we both like these kind of trips. And how often I may tell you how much discomfort I have, you're a great chauffeur : ))
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