Zuvor noch ein Besuch beim berühmten Zugfriedhof in Uyuni. Ganz nett, muss man aber nicht gewesen sein. Überhaupt das ganze Uyuni, letzte mögliche Versorgungsstation, 25 km vor dem Salar, war nicht mein Fall. Viele Touristen, schmutzig, teuer.
Die Salzpfanne war allerdings recht spannend. Hindernisfreie Salzoberfläche, so weit das Auge reicht und weit darüber hinaus. 100 km geradeaus und nur harte Salzwüste, das hat was. Da konnte die Kenton erneut zeigen, was sie drauf hat und ihre Höhenluftgeminderten 5-6 PS so richtig zur Entfaltung bringen.
Die Textur der Oberfläche des Salar wechselt oft. Grobkörnig, feinkörnig, überlappende Platten, trocken, nass usw.
Interessant, dass wir mit einer Kenton Dakar 150 in Bolivien unterwegs sind. Ein spezieller Willkommensgruß:
Nach 65 km in den Salar hinein eine kleine Insel mit Kakteen namens Incahuasi (die Insel heißt so). Ein Wunder.
Gegen Abend wurde die Salzoberfläche des Salar, dort wo wir fuhren, entweder zu nass oder zu rauh zum Zelten. Sehr scharfkantige, steinharte und hohe Kontur. Daher entschlossen wir uns zwangsläufig, nicht hier zu campen, sondern die nächste Ortschaft aufzusuchen. Doch erstmal ein Schreck:
Beim Versuch, den Salar bei Tahua zu verlassen, sind wir in Ufernähe innerhalb von 1 Sekunde mit beiden Rädern zeitgleich eingesunken. Ich dachte, das war's. Doch: gerade noch mal gut gegangen und aus eigener Kraft, auch dank einer vehement schiebenden Cindy befreit.
Sprichwörtlich gerade noch die Kurve gekriegt.
Geschafft!
Salzablagerungen nach über 100 km auf dem Salar nun überall an Mensch und Maschine, wie diese entfernten Krusten vom Auspuffkrümmer.
Im Alojamiento im Dorf Tahua konnte ich immerhin noch am Abend mit Bürstchen und Wasser das Gröbste des zerstörerischen Salzes entfernen.
Eine Nacht ausruhen und dann weiter hinauf in das Hochgebirge der Anden ins sehr einsame Lama- und Alpaca-Land. Stay tuned.



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen