Sonntag, 15. Dezember 2019

Tacna bis Nazca, Peru

Von Chile nach Peru existiert lediglich 1 Grenzübergang. Nördlich von Arica in Chile, ging es also am Übergang Santa Rosa nach Peru.

Willkommen. Eine ganze Woche verbrachten wir in Tacna, 35 km nach der Grenze gelegen, im Hostal 21. Knapp 300.000 Einwohner leben in Tacna. 


Die Stadt ist massiv auf Besucher aus dem benachbarten Chile eingestellt. Chilenen kommen wöchentlich zu tausenden hierher, um von den deutlich günstigeren Preisen bei der Gastronomie den Einkäufen und auf dem Gesundheitssektor zu profitieren. Allein die unfassbare Menge von 750 Dentalpraxen bietet unter massiver Werbung auf der Straße ihre Dienste hinsichtlich, Kronen, Brücken und Implantaten an. In manchen Straßen wird alle 2 Meter versucht, eine Visitenkarte für Zahnärzte zu überreichen und Kunden anzulocken. Gleiches gilt für die Optiker. Zudem prägen Apotheken weite Teile des Stadtzentrums.


Zahlreiche Apotheken, Dentalpraxen, Brillengeschäfte und Bücherläden jeweils massenweise nebeneinander.

Und ein erfahrener, lebensältester Chiropraktiker für meine Schulter. Mindestens 30 Minuten renken, massieren und dehnen für 18 Euro.

Teilweise turnte man zu zweit auf mir herum.

Und teilweise zu dritt.

Zurück zum Gesundheitstourismus. Hier wird auf spanisch erklärt, warum die Chilenen kommen:
https://elcomercio.pe/peru/tacna/tacna-convirtio-destino-favorito-chilenos-noticia-495952-noticia/

Aber nicht nur Chilenen suchen hier ihren finanziellen Vorteil. Die ersten 3 Personen, die wir im Dienstleistungssektor trafen, waren allesamt junge Venezuelaner, die wegen der krisenhaften Zustände in ihrem Heimatland eine bessere Zukunft suchten. So, wie dieser freundliche Ober, der uns das berühmte und günstige peruanische Frisch-Fisch Nationalgericht Ceviche brachte, das wir beinahe täglich in Peru essen.

Die Straßen und ein paar Eindrücke aus der Stadt. Nicht spektakulär, aber es gibt alles, was man für das Leben in einer Wüstenstadt benötigt. Eiscreme in meiner favorisieren Geschmacksrichtung Malaga (hier pasas al ron genannt) sowie Bananenchips für Cindy eingeschlossen.


Und dann lagen zunächst bis zur Hauptstadt Lima, 1300 Kilometer Küstenstraße, die Costanera, vor uns.


Weitere Fotos von der Strecke über Ilo, Camaná, Nazca (die Stadt mit den berühmten Inka-Linien) in Richtung Norden.


Erneute Inspektion mit Ölwechsel, diesmal in Camaná, in einem Hinterhof.


Ein paar Tiere haben wir auf der Strecke auch gesehen.


Die Nächte waren in Meereshöhe sehr angenehm klimatisiert. Kühl, aber nicht kalt.


Kalt erwischt hat mich jedoch eine Mini-Tsunami-Welle am helllichten Strandtag. Auf grob-garstigem Minimuschel-Boden am irisch-rauen Pazifik wurde ich komplett linksseitig aufgeschürft. Dies, trotz meiner brasilianischen Sicherheits-Flipflops vom Mercado Central aus Tupiza, Bolivien.


Scharfkantig. Ich hätte beim späteren kontemplieren über das Geschehen erwartet, dass die Muschelkanten durch die Meereswogen stumpf geschliffen werden. Pustekuchen. Jod und Mullbinden herbei!!!

Salzwasserwaschung und offene Schürfwunden = Brandgefahr. Aua.


Foto nach Abheilung.

Dieses Warnung hinsichtlich der "gefährlichen Tsunami-Zone" hätte ich gerne ein paar Stunden eher gesehen:


Neben dieser persönlich erfahrenen Hässlichkeit sahen wir außerdem hässliche Fabriken, Thermo-hydraulische Kraftwerke, unendlich ausgedehnte Kupferminen und noch mehr LKWs. Allerdings nur einen einzigen mit Aufdruck des FC Schalke.



Das waren ein paar Fotos vom Küstenstreifen Peru Süd. Sieht auf den Fotos hübsch aus. In der Realität ist vieles sehr dreckig und übersät mit Plastikmüll am Straßenrand und am Meeresufer. Auch dort, wo keine oder kaum Menschen leben. Umweltbewusstsein ist offensichtlich kaum ausgeprägt. Schwer zu ertragen für mein deutsches Auge. 


In 4 Tagen wollen wir in Lima sein. Dort steht dann eine Zahnbehandlung in Form einer neuen Krone an. Hätte ich das doch schon vor 2 Wochen in Tacna gewusst. Naja.

Ende. Erstmal.

3 Kommentare:

  1. Dearest Geo husband, what a nice blogpost, with lovely photographs. I want to thank you for your patience in posing, even when you crashed to the razorsharp ground we stood on when a wave hit us. WATCHMAN!! My favorite camp spot was the one at the beach, a meter from the ocean. I'm proud and glad and happy that you love camping (almost) as much as I do. Soon we can start fires again and... anyway, let me come over to enjoy the comforts of a hotel room. Luckily I like hotel rooms (almost) as much as you do!

    Much love, Cindy

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  2. Sehr schöne Bilder. Klasse Tour. Aua, das schmerzt mich ja selber...

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  3. Danke! Die schönen Bilder sind von Cindy, die nicht so schönen von mir und meiner Handykamera :-)

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