Dienstag, 30. Januar 2018

Ausflug nach Brasilien

Irgendwann in meiner Blogpause war ich dann mit Cindy unterwegs. Und zwar nach Brasilien, um einen Stempel für das Visum zu ergattern.
Auf dem Weg nach dort erfüllte sich der Traum eines jeden Motorradfahrers! Fahrzeug im Schlafgemach. Meine extrem komfortlose 4-Euro-Absteige ohne abschließbare Tür, war nunnmehr also mit lieblichem Benzingeruch geschwängert. Das gleicht vieles aus.



Hügelige Landschaft des Nationalparks "Cerro Corá", 30 km vor der Stadt Pedro Juan Caballero. Einheimische Tiere, wie Puma, Ameisenbär etc. gab's lediglich ausgestopft im angeschlossenen Museum zu bestaunen. War mir recht, denn der Puma ist doch größer, als gedacht.

Cindy hatte ich an einem Sabbat die Schöpfungsgeschichte vorgelesen und just bald darauf im Nationalpark trafen wir jenen schmetternden Gesellen. Angesichts seiner Flügelzeichnung in der Art einer Höhlenmalerei braucht es schon eine ganz gehörige Portion Glaube, eine zufällige evolutionäre Entwicklung dieses Musters anzunehmen. Finde ich. Und sie.


Mittlerweile hat die Dame eine eigene Bibel. Zum ersten Mal. Francisco, brasilianischer Hotelier in Paraguay hat sie auf Nachfrage freundlicherweise beigesteuert. Portugiesisch/Englisch. Danke.  
Nun lesen wir gemeinsam oder sie alleine das Johannesevangelium und wir unterhalten uns darüber und beten zusammen. Segen.

Der freundliche Brasilianer Francisco. Seit 38 Jahren wirkt er in der Grenzstadt Pedro Juan Caballero in Paraguay, weil hier die Steuern, die Energiekosten und die Kriminalitätszahlen niedriger seien, als in seiner Heimat, erläutert er.


Pedro Juan Caballero (70.000 Einwohner) / Ponta Porã (85.000 Einwohner). Eine Doppelstadt, zwei Länder. Die Hauptstraße trennt die Nationen. Links Brasilien, rechts Paraguay. Grenzkontrollen gibt es nicht. Brasilianischen Stempel für den Pass gibt es im kleinen internationalen Flughafen Ponta Porã, den paraguayischen für die Aus- und Wiedereinreise in einem unscheinbaren Büro der Grenzbehörde etwa 2 Kilometer entfernt.

Paraguay ist für mehrere Dinge nicht berühmt. Abwechslungsreiches Essen und guter Kaffee gehören dazu. Also auf nach Brasilien!
Der erste Brasilianer, den ich traf, sprach gleich Deutsch. Walter, hieß er und arbeitet in einer Gaststätte. Seine Oma war seinerzeit aus Hamburg ausgewandert.

























Dann gab es auf dem Rückweg gab's  Pozo Colorado noch den bekannten YouTuber Alex zu bewundern. Der Texaner ist seit 5 Jahren am Stück mit dem Motorrad ab Alaska in der Welt unterwegs. Ausstattung und Ausrüstung seines Gefährts unterscheiden sich von der meinem Bierkasten-Gefährt doch beträchtlich, aber die ersten fast 3000 km hat die 10-PS Dakar-Cerveza auch schon bewältigt. Gut gemacht, Firma Kenton.



Nun sind Cindy und ich wieder auf Iparoma. Die Hauseltern Andreas und Elli sind noch eine Woche auf Urlaub in Bolivien und die freiwilligen Helfer Bärbel und Thomas zwischenzeitlich nach Chile bzw. Bolivien weitergereist.

So werkele ich, was so zu machen ist und Cindy hat die Küche in der Mache.

Der nächste Ausflug lauert, denn ich möchte Paraguay Richtung Süden und damit argentinische Grenze erkunden und auf dem Weg auch Marcus mit seiner Iris besuchen, die etwa 12 Mopedstunden entfernt leben.

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