Chefin in Arbeitsklamotten. Ist gerade am Streichen.
Dann kam auch noch eine weitere Dame hinzu. Bärbel, 44, aus Leipzig. Sie reist seit 10 Jahren alleine umher und arbeitet auf den Bauernhöfen dieser Welt, oft lediglich gegen Kost und Logis. Kanarische Inseln und Finnland, Brasilien, Ukraine, Schweiz und viel mehr. Ihre Favoriten sind Osteuropa und Bolivien. Jetzt ist sie auf der Durchreise zu einem Bauernhof in eben diesem Bolivien, wo sie schon mal früher als Melkerin und Käserin arbeitete. Eigentlich war sie Dipl. Betriebswirtin und Dekorateurin. Aber mich dünkt, dieses Leben ist sehr weit weg für sie. Deshalb schreibe ich bewusst "war". Jetzt mag Bärbel das ganz "gemütliche" Leben, ohne Strom und Internet. Sie war auch schon von der damaligen Haustür in Leipzig bei strömendem Regen mit dem Rucksack losgezogen, um den Jakobsweg nach Santiago de Compostela in Spanien zu erwandern. Die Wanderung dauerte 7 Monate und 2 Tage. Chapeau, werte Dame! Bärbel hat in dieser Zeit auch gute Erfahrungen mit der Gastfreundschaft in Deutschland gemacht, sagt sie.
Ich hatte Mal nachgesehen. Leipzig nach Santiago de Compostela beträgt rund zweieinhalb Tausend Kilometer. Das ist weit zu Fuß! Hatte ich schon gesagt, Hut ab?
Warum sind hier so viel unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen? Einfach deshalb, weil der Chaco sehr, sehr dünn besiedelt ist. Es gibt kaum offizielle Unterkünfte, die man ansteuern kann. Also trifft sich viel bei Iparoma, wenn man diese fast menschenleere Region mit seinen Reizen erfahren will.
Jedenfalls hatten wir (Andreas, Elli und ich) uns noch hier zusammengesetzt und übereinstimmend festgestellt, dass uns die Anerkennung der Göttlichkeit Yeshuas (Jesus) wichtig ist und uns über das Tausedjährige Reich ausgetauscht. Schön.
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