Samstag, 16. Dezember 2017

Andreas, Elli und Alan auf Iparoma

Andreas und Elli mit ihrem Alan betreuen die Menschen, die hier ein Zimmer mieten oder vorübergehend hier arbeiten. Sie teilen freundlich die Arbeiten auf der Farm ein und leben Gemeinschaft mit den Gästen. Tisch und Kühlschrank werden geteilt. Sie wohnen seit 2005 in Paraguay.


Elli ist in russlanddeutschen Bezügen in Deutschland aufgewachsen. Andreas stammt aus dem Kölner Raum und hat hier zunächst in der Pflege gearbeitet, bevor ihn der Weg mit seiner Frau auf die Farm führte.


Den kleinen Alan erziehen die beiden ganz toll, wie ich finde (wobei meine Meinung völlig unerheblich ist). Der Bursche ist sehr aufgeweckt, freundlich, wissbegierig und gehorsam. Er schreit nicht herum oder wirft sich auf den Boden.

Alan ist 6 Jahre alt und darf Dinge, die andere nicht dürfen und darf andererseits Dinge nicht, die andere dürfen. Zum Beispiel darf er, wie ich, in den 60ern im Auto stehen.

Da sieht der aufmerksame Bub dann auch, dass die Straßen, die bis kurz hinter Filafelfia noch asphaltiert sind ....


 ...unversehens zu Feinstaubpisten werden.


Begegnen sich Fahrzeuge auf dieser Piste, sind Staubwolken die Folge, so dicht wie Nebel im Herbst. Da kann es sein, dass man sein Fahrzeug abrupt anhalten muss, weil man keinen Meter weit sehen kann.



Also habe ich gelernt: der Chaco ist nicht nur sehr heiß. Er ist auch sehr weitläufig und extrem dünn besiedelt, ähnlich wie das Outback in Australien. Und er ist sehr trocken. Auf den Fahrzeugen liegt derzeit immer Staub.

Zurück zu Alan:
Alan kann nützliche Dinge, die ich nicht kann (z.B. Ziegen melken) und weiß Dinge, die ich nicht weiß.

"Das stammt von einem Reh", werde ich belehrt.


"Das ist eine Buttermaschine!" (klar, jetzt, wo du's mir sagst seh' ich's auch). Dann folgen technische Hinweise zu Wirkungsweise und zur Bedienung der Maschine. Aha. Genaugenommen dient die Maschine ur Trennung von Magermilch und Rahm. Eine Zentrifugalmaschine

Ich habe Alan interviewt. Er besitzt Schuhe, zieht sie aber fast nie an. Die Hitze macht ihm nichts aus. Er findet alles um ihn herum spannend und toll.



Ich bin jedenfalls sicher, dass der kleine Alan seinen Weg gehen wird.
Vermutlich barfuß irgendwo auf den Straßen des heißen, staubigen Chaco.

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