Dieses Buch kam mir in den Sinn, als ich mit Staunen sah, was der 6 Jahre alte Ornithologe heute trieb. Da hantierte er doch glatt mit einem Montiereisen zwischen Felge und Deckmantel seines abmontierten Fahrradhinterrades auf dem Boden sitzend herum, als ich mich der Außenwerkstatt näherte.
Alan baute alles selbständig ab und aus. Luft wurde mittels Ventilschlüssel abgelassen und der Schlauch entnommen. Schadstelle im Wassereimer durch die Blasenbildung ermittelt und der Schlauch getrocknet.
Umgebung des Defektes aufgerauht und vulkanisiert.
Gewartet, Flicken aufgebracht und wieder alles montiert. 2,5 bar Luft aus dem Kompressor draufgegeben, Rad eingebaut, Rücktritt-Bremsarm am Rahmen angeschraubt und die Muttern des Achsbolzens gut angezogen.
Daumen hoch! Fahrtest bestanden.
"Hab' ich von Papa gelernt", hieß die nonchalante Antwort auf meine diesbezügliche Frage.
6 Jahre alt.
Da ich wirklich nur bei ganz wenigen Handgriffen half (letztes Stück Deckmantel über die Felge ziehen und Kette über das Ritzel werfen), hatte ich keine Probleme, Alan beim Einbau eines Zwischenbodens für einen Besenschrank zu assistieren.
10er Loch bohren.
Gewindebolzen eintreiben.
Unterlegscheibe nicht vergessen und die Schraubenmutter mit 13er Schlüssel festziehen.
Fertig ist die Seitenauflage.
Nach Trikotwechsel im Anschluss an die Siesta, hieß es Einlegeböden ausmessen
und mit leichter Unterstützung rechtwinklig anreißen.
Zuschneiden hat der Onkel Geo gemacht
(Hier ist, wie in meiner Kindheit die Bezeichnung "Onkel" und "Tante" für ältere üblich.
Wie auch in Südafrika in der Afriaans-Kultur "Oom" und "Tannie")
Transport der gefertigten Teile zum Einbauort.
Passt.
Arbeitsplatz dem Kunden sauber übergeben.
Besenschrank fertig.
Das war am Donnerstag. Shabbat Shalom!













Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen