Montag, 18. Dezember 2017

Auf der Farm mit Prof. Alan

Hier auf der Estancia Iparoma helfe ich ein wenig mit. Heute z.B. Regenrinnen gereinigt, ein paar Deckenleisten lackiert und verschiedene kleinere Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.

Da fiel mir z.B. auf, dass es keinen Neutralleiter in den Steckdosen gibt. Nichtmal "klassische Nullung" wie bei bei uns, bevor es grün-gelb gab. Für die Meisten keine atemberaubende Information, aber Bitte.





Vieles läuft also anders, als gewohnt. Das ist der Kern, auf den ich hinauswill.

Schule und Kekse backen gehen am Küchentisch fließend ineinander über. Andreas rollt den Teig aus und formt Kreise, spitzwinklige, gleichschenklige und gleichseitige Dreiecke und erklärt Alan anhand der entstandenen Formen zudem den Unterschied zwischen Rechteck, Quadrat, Raute und Trapez. Dem Geschmack wird das bei Ellis Backkunst gewiss keinen Abbruch tun.

Ich derweil trinke tagesfrische Milch zur ersten, noch ofenwarmen Charge Lebkuchenkekse während der Pause.



Heute früh gab es übrigens auf allgemeinen Wunsch vom Vorabend gelungenen Grießbrei alá Oma von Elli.

Das ist ein bisschen wie eine positive Zeitreise in die Vergangenheit für mich. Andreas und Elli Leben fernab von Fastfood, Plastikverpackungen und Konservendosen. Alles scheint selbst gemacht. Selbst der Käse in der Salzlake. Die Butter. Das Brot. ...

Die beiden gehen in ihren Rollen auf. Das ist schön mitanzusehen.
Dennoch bleibt auch Zeit, die "Real Life Guys" aus Bickenbach bei ihrem neuesten YouTube-Projekt anzuschauen.



Gestern haben Andreas und ich Real-Life-mäßig u.a. echte Bäumchen gewässert.



Wasser haben wir aus dem nahe gelegenen "Puddel", wie die Mennoniten die angelegten Wassersammelbecken nennen, entnommen.

Anschließend kurze Pause.






Alan konnte ich ein paar theoretische Tipps zum richtigen Schwimmen geben. Ich selbst bin schwimmtechnisch eher unterdurchschnittlich begabt. Das Element Wasser hat mich trotz DLRG-Schein als Kind und später dann Tauchschein, nie angesprochen. Daher zog ich das Kanu vor. Wenigstens kein direkter Wasserkontakt. Im Wasser leben u.a. Aale, 4 weitere Sorten Fische und eine kleine Art fast durchsichtiger Seepferdchen.



Da ich gerade von Seepferdchen rede. Wie sieht eigentlich ein Papageiennest aus? Keine Ahnung? Auf Iparoma gibt es immer einen, der passende Antworten parat hat. Wer?


Genau! Naturfreund und Chef-Keks-Geometriker Prof. Alan kennt sich aus.

Prof. Alan mit Forschungsschwerpunkten Zikaden, Würmer und Vogelkunde doziert auf Nachfrage und merkt wissend an, dass die den Nestern innewohnenden Papageien gleichwohl selten im Real-Life zu bewundern seien.


Nandu-Fußabdruck. (Straußenart)


Zeitgenössische Knochenfunde. Nach Einschätzung des Experten, der heute aus Anlass der Exkursion Stiefel und Armbanduhr trug, handelt es sich um die Reste einer erfolgreichen Pumajagd.


Fußabdruck eines Waschbären


Spinnennetz vor streifenfreiem Himmel  mit unzähligen Spinnen im gleichen Jagdrevier. Die Netze sind teilweise so groß wie Sonnensegel, also bis zu mehreren Quadratmetern.

Nachstehend sehen wir den Vollblutwissenschaftler bei einer seiner aktuellen, noch unveröffentlichten Forschungen:



Wer nun meint, Prof. Alan sei so ein lebensuntauglicher Theoretiker, dem sei gesagt, dass dem mitnichten so ist.

Auf des Vaters Schoß, lenkt er Ladung und Passagiere eines Vans über das 600 Ha Anwesen, "like a boss". Einschließlich enger Kurven. Stets begleitet von "Schneller, Papa!" Rufen.
Damit ist er mir voraus, der ich im Alter von 4 Jahren durch Lösen der Handbremse am väterlichen Pkw im abschüssigen Hof einen Beinahe-Unfall verursacht hatte. Erst 10 Jahre später, im Alter von 14 Jahren, gelang es mir ebenso sicher wie illegal, unseren
himmelblauen Opel Rekord Kombi mit Lenkradschaltung über die Feldgemarkung Arheilgen zu scheuchen.


Schneller, Papa!

Dennoch: in die nächstgelegene Stadt hätte er heute nicht fahren können. Genausowenig, wie sein Papa, der eigentlich mit Mama Termine in Filafelfia hatte. Denn am Sonntag Abend gab es Gewitter und Regen. Das bedeutet nicht nur sporadischen Stromausfall, sondern auch, dass die Feinstaubpisten zu Schmierseifenpisten werden. Schwarz oder weiß. Staubig oder unbefahrbar.

Ansonsten sieht's auf der Estancia so aus:


360 Grad Panorama vom Hochteich aufgenommen.
Kamera: China-No-Name, "Cubot Max".
Objektiv: vorhanden.


Spielplatz. Fußballplatz gibt es auch.


Wasserrutsche.




Nach einem halben Tag Regen schlägt die Trockenheit wieder zu.








Gute Nacht aus dem Chaco wünschen Prof. Alan und Team.

2 Kommentare:

  1. Alan ist Klasse. Lieben Gruß an ihn.

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  2. Mache ich, Daniel. Danke. Du bist übrigens nicht der einzige Fan vom Prof.

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